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Meditation sorgt für mehr Entspannung und Ausgeglichenheit

Die Kunst des Meditierens hat eine lange und vielseitige Geschichte und Tradition. Unabhängig voneinander entstanden in vielen verschiedenen Kulturen Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen, die den Geist beruhigen und zu einer tieferen Einsicht führen sollten. Von großer Bedeutung für die Meditation im heutigen Sinne waren dabei die Traditionen des Buddhismus und Daoismus, bei denen ihr eine ähnliche Bedeutung zukommt wie dem christlichen oder muslimischen Gebet.
Im Rahmen der Globalisierung und auf der Suche nach einer Auszeit vor dem immer stärker werdenden Stress der Arbeitswelt, wurden Meditationstechniken auch in den westlichen Ländern immer beliebter und verbreiteter. Mittlerweile wird es hierzulande meist gezielt als Entspannungstechnik und weniger zu spirituellen Zwecken eingesetzt.
 
Probleme sind am Anfang ganz normal

Wer gerade erst mit dem Meditieren anfängt, findet es meist schwer, den Geist zu leeren und an ‚Nichts‘ zu denken. Eine Meditation für Anfänger können daher Imaginationen sein, bei denen die Gedanken wie Wolken beim Vorüberziehen beobachtet werden. Ein anderes schönes Bild ist, dass du deine Gedanken in Züge eines Waggons steckst, der vorüberzieht. Diese Übungen wirken zwar simpel, schulen aber bereits den Geist und sind der erste Schritt, zum Meditation lernen. Während früher der unmittelbare Besuch eins buddhistischen Klosters, Yogalehrers oder ähnlichen Schulen notwendig war, um die Grundlagen des Meditierens zu erlernen, haben es Anfänger dank moderner Medien deutlich einfacher. Die Unverbindlichkeit von Meditations-Apps und YouTube-Anleitungen machen zwar den Einstieg so leicht wie nie, doch zum Dranbleiben und regelmäßigen Üben braucht es nach wie vor viel Disziplin. Denn wer nach nur einmaliger Meditation sofort Ergebnisse erwartet, wird enttäuscht werden. Erst langjähriges Üben sorgt dafür, dass sich die Strukturen der Psyche und des Nervensystems ändern und man insgesamt gelassener und entspannter wird.

( 7 Tipps für Meditation: https://www.yogaeasy.de )

 

 

Meditation für Anfänger leicht gemacht

Auf YouTube finden sie zahlreiche geführte Anleitungen zu verschiedenen Arten der Meditation und verschaffen sich so schnell und einfach einen guten Überblick. Eigens für Anfänger aufgebaute Kurse oder Handy-Apps steigern die Schwierigkeit ihrer Meditationen langsam und sorgen so für motivierende Erfolgserlebnisse. Meistens steht den Nutzern auch eine Auswahl an verschiedenen Hintergrundmusiken und Meditationsgrundstimmungen zur Verfügung. Meditieren ist also nicht immer gleich Meditieren, sondern äußerst vielseitige und abwechslungsreich. All diese Hilfsmittel mögen zwar praktisch, aber nicht unbedingt notwendig, zum Meditation lernen. Auch das intensive Selbststudium kann zum Erfolg führen, wenn man beharrlich und regelmäßig übt. Überhaupt ist regelmäßige Meditation die beste Art und Weise, das Meditieren zu erlernen.

Arten der Meditation: https://ich-will-meditieren.de/meditationstechniken/

Die verschiedenen Arten der Meditation

Kenner unterscheiden zwischen dem passiven und dem aktiven Meditieren. Ersteres ist die klassische Form, bei der meistens eine bequeme Ruhehaltung eingenommen wird und keine Bewegung während des in sich Gehens stattfindet. Die Achtsamkeits- oder auch Einsichtsmeditation stammt ursprünglich aus den buddhistischen Klöstern des Ostens, findet aber auch Anwendung bei westlichen Konzepten wie der Achtsamkeitsbasierten Stressreduktion. Bei der Achtsamkeitsmeditation geht es im Wesentlichen darum, sich vollkommen in der Gegenwart, in der jetzigen Situation zu befinden. Alle Gedanken an das Vergangene und das Zukünftige werden als solche erkannt und losgelassen. Aus dieser Haltung soll eine transzendente spirituelle Erfahrung mit einer Befreiung vom Selbst erwachsen.
Ebenfalls zu den passiven Meditationsmethoden gehört die Konzentrationsmeditation. Hierbei richtet der Meditierende seine gesamte Aufmerksamkeit auf einen einzigen Gegenstand. Dieser muss sich nicht im außen befinden, sondern kann auch innerhalb des eigenen Körpers liegen. Oft wird beispielsweise dem Verlauf der Atemluft beim Ein- und Ausatmen gefolgt. Auch ein Chakra, ein imaginäres Bild oder ein Mantra, beispielsweise ein Satz werden oft zur Konzentrationsmeditation verwendet.

Meditieren heißt nicht immer, still zu sitzen

Im Kontrast zu den passiven Meditationstechniken steht das aktive Meditieren. Seine Wurzeln liegen vor allem im Zen-Buddhismus, wo in ganz unterschiedlichen Tätigkeiten meditative Achtsamkeit geübt wird. Dazu kann beispielsweise das Gehen, Schreiben oder Gartengestaltung, aber auch die Teezeremonie oder die Kunst des Bogenschießens gehören. Wichtig ist, dass man, welcher Beschäftigung man auch immer gerade nachgeht, sich ausschließlich auf diese konzentriert und sich mit allen Gedanken und Gefühlen in der Gegenwart befindet.
Auch zum Yoga gehört ein meditativer Aspekt, die Konzentration auf den Körper und die Bewegung. In der klassischen Lehre dienen auch Atemübungen der Fokussierung und meditativen Beruhigung der Gedanken. Viele neuere Yogaarten, die sich vor allem auf Fitnessaspekte konzentrieren, lassen den meditativen Aspekt eher außen vor und vernachlässigen diesen teilweise oder sogar vollständig.
Nicht zuletzt werden auch Tanz, Gesang und Musik zu meditativen Zwecken eingesetzt.

 

 

 

 

Forscher bestätigen: Meditieren tut gut

Seit einiger Zeit das Meditieren nicht mehr nur ein Thema für Stressgeplagte und spirituell Suchende. Auch Wissenschaftler beschäftigen sich mit den Effekten und Auswirkungen von regelmäßigem Meditieren auf Körper und Geist. Auf der Grundlage positiver Forschungsergebnisse zählt man die verschiedenen Meditationstechniken daher mittlerweile zu den anerkannten Entspannungsmethoden. Erreichen die Übenden den gewünschten meditativen Zustand, ist dieser sogar als Veränderung der Hirnwellen messbar. Außerdem ist die Entspannung auch aufgrund Reaktionen des vegetativen Nervensystems nachweisbar: Beim Meditieren verlangsamt sich der Herzschlag, die Atmung vertieft sich und der Muskeltonus, die Grundspannung der Muskulatur, verringert sich.
Aufgrund nachgewiesener positiver Effekte, vor allem auf die Stimmung und das seelische Wohlbefinden, sind einige Meditationsverfahren mittlerweile anerkannte Therapiemethoden bei psychischen Erkrankungen.
Dies beruht nicht ausschließlich auf den kurzfristigen, sondern vor allem auch auf den langfristigen Effekten. Durch regelmäßiges Meditieren wachsen Gehirnregionen, die beispielsweise an der Körperwahrnehmung beteiligt sind. Dies könnte einer der Gründe sein, warum Menschen mit jahrelanger Meditationspraxis oft sehr geerdet und ruhig wirken.

Meditieren als Einschlafhilfe?

Manche Menschen schwören darauf, dass sie am besten bei einer Meditation einschlafen. Dafür ist das Meditieren eigentlich nicht gedacht. Während der aktiven Übungsphasen sollte man bei klarem und wachem Verstande bleiben, auch wenn die Umwelt manchmal in den Hintergrund rückt. Bei einer Meditation einschlafen ist andererseits auch ein Zeichen der angestrebten Entspannung und insgesamt berichten viele Menschen, die regelmäßig meditieren, dass sie seitdem besser einschlafen können. Das liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass regelmäßiges Meditieren den Umgang mit grüblerischen Gedanken schult. Oft sind es Sorgen und Ängste, die dich nachts wachhalten und am Einschlafen hindern. Beim Meditieren lernt man, diese Gedanken loszulassen und sich ausschließlich auf den Moment zu konzentrieren. Somit geht auch das Einschlafen leichter von der Hand, weil du dich quasi auf Knopfdruck von den grüblerischen Gedanken lösen und sowohl deinen Geist als auch deinen Körper entspannen kannst.

Meditation als Einschlafhilfe: https://www.asanayoga.de/blog/meditation-zum-einschlafen/

Meditieren ist vielfältig und für jeden anders

Bei all diesen gesundheitlichen und psychischen Vorteilen gibt es mehr als genug gute Gründe, um mit dem Meditieren anzufangen. Hierbei solltest du zuerst einmal entscheiden, ob du lieber alleine oder in einer Gruppe meditierst. Die festen Zeiten bei Gruppenmeditationen können dir helfen, dich nicht vor dem Üben zu drücken, auch wenn es gerade am Anfang eher mühsam statt entspannend ist. Andererseits bist du alleine flexibler und kannst die ein oder andere Pause zum Meditieren nutzen. Denn zum Meditieren benötigst du keinesfalls viel Equipment. Je nachdem ob du dich für geführte Meditationen entscheidest oder lieber ganz auf dich gestellt übst, solltest du lediglich über ein ruhiges Plätzchen, ausreichend Zeit und beispielsweise dein Handy, auf dem du die Meditationsanleitung hast, verfügen. Am wichtigsten ist dabei, dass du wirklich eine Zeit lang nicht gestört wirst. Gerade am Anfang ist es wichtig, dass du dir eine feste Zeitspanne zum Meditieren vornimmst. Indem du dir einen Wecker stellst, musst du auch nicht ständig auf die Ihr schauen, sondern kannst dich ganz aufs Üben konzentrieren. Gedanken wie: „Wie lange ist es wohl noch?“, gehören zu denen, über die du beim Meditieren nicht nachdenken willst. Viel Spaß beim Üben!

https://de.wikipedia.org/wiki/Meditation